Produktions­schule

Bei der Produktionsschule handelt sich um ein Nachreifungsangebot für Jugendliche, die im Rahmen ihrer schulischen Bildungslaufbahn gewisse Basiskompetenzen oder auch Social Skills nicht optimal erwerben konnten. Der Besuch einer Produktionsschule kann das Ergebnis einer Betreuung durch das Jugendcoaching darstellen und soll Jugendliche auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche bis zum vollendeten 21. (bzw. bei Vorliegen einer Behinderung bis zum vollendeten 24.) Lebensjahr, die besondere Unterstützung benötigen und eine Berufsausbildung absolvieren möchten. Das vorgeschaltene Jugendcoaching ist u.a. für die Abklärung des Berufswunsches und die Überprüfung der Realisierbarkeit selbigen zuständig.

Die Produktionsschule unterstützt Jugendliche auf vielfältige Weise beim Schließen von Kompetenzlücken bzw. der Vorbereitung auf einen weiterführenden (Aus)Bildungseinstieg. Jede Produktionsschule umfasst folgende vier Angebote:

  • Trainingsmodule: Sie dienen der Aktivierung, Übung und Spezialisierung.
  • Coaching: Betreuung durch Coaches während des gesamten Schulbesuchs.
  • Wissenswerkstatt: Diese dient dem Kompetenzerwerb in den Bereichen Kulturtechniken und Neue Medien.
  • Sportliche Aktivitäten

Die Verweildauer in einer Produktionsschule beträgt zwischen drei Monaten und einem Jahr. Mit Zustimmung des Sozialministeriumsservice kann um ein weiteres Jahr verlängert werden. Ein Einstieg ist in der Regel jederzeit möglich und die tatsächliche Schulungsdauer wird auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen abgestimmt.

 

NEU SEIT JÄNNER 2019: VOPS - Vormodul zur Produktionsschule

Seit Jänner gibt es auch im Burgenland das Angebot von „Vormodulen zur Produktionsschule“, kurz: VOPS. Nach einer erfolgreichen Pilotphase in vier Bundesländern im vergangenen Jahr wird das Angebot im Jahr 2019 auf das ganze Bundesgebiet ausgerollt. Im Burgenland wird vamos – Verein zur Integration dieses Vorstufenprojekt umsetzen und Jugendlichen an den Standorten Markt Allhau und Windisch-Minihof einen niederschwelligen Einstieg in den Arbeitsalltag ermöglichen: Maximal 15 Stunden pro Woche können sich die TeilnehmerInnen dann an eine Tagesstruktur gewöhnen, wobei man ihren individuellen Bedürfnissen dank eines sehr engen Betreuungsschlüssels noch besser gerecht werden kann.

Längstens ein Jahr haben die Jugendlichen Zeit sich zu stabilisieren und die kommenden Ausbildungsschritte zu planen. Der Weg in die reguläre Produktionsschule steht ihnen dabei genauso offen, wie jener in eine reguläre Lehre, Teilqualifizierungslehre, verlängerte Lehre oder in eine anderweitige Ausbildungsform. Das Jugendcoaching steht den Jugendlichen während der VOPS-Teilnahme begleitend zur Seite. 

Für die Dauer der Projektteilnahme erhalten die Jugendlichen ein therapeutisches Taschengeld in der Höhe von 2 Euro pro Stunde, welches immer noch am gleichen Tag ausbezahlt wird. Ebenso werden die Fahrtkosten ersetzt. 

Ob ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche für die Teilnahme am Vorstufenmodul in Frage kommt, bitte direkt mit dem Projektträger klären.

 

Produktionsschulstandorte:


BUZ Neutal
7343 Neutal, Hans-Nießl-Platz 1
T: 02618/2422-0
Web: Produktionsschule/BUZ

vamos Verein zur Integration
7411 Markt Allhau, Gemeindestraße 35
T: 03356/7772
8384 Windisch-Minihof 12
T: 03329/20203
Web: Produktionsschule/vamos

itworks - Produktionsschule Do it!
7000 Eisenstadt, Pfarrgasse 28/1, Top 4
T: 0664/60177-5000
7100 Neusiedl/See, Rochusstraße 5/2
T: 0664/60177-5000
E-Mail: produktionsschulebgld(at)itworks.co.at
Web: Produktionsschule/do_it


VOPS-Standorte (Vorstufe zur Produktionsschule):


Markt Allhau
Romana Bauer
T: 0664/835 08 76
E-Mail: romana.bauer(at)vereinvamos.at

Mag.a Melanie Strobl-Genser
T: 0664/515 59 59
E-Mail: melanie.strobl-genser(at)vereinvamos.at

Windisch-Minihof
Mag. Manfred Auner
T:0664/541 23 00
E-Mail: manfred.auner(at)vereinvamos.at


Nähere Informationen zu den Produktionsschulen finden Sie auch unter:
​​​​​​​www.neba.at/produktionsschule​​​​​​​